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Audio CD's von der Konsole aus bedienen

Audio CD's lassen sich bequem von der Konsole aus mit cdcontrol(1) bedienen. cdcontrol befindet sich schon im FreeBSD Basissystem, muss also nicht über die Ports installiert werden.

Mit der -f Option kann das CD-Laufwerk angegeben werden. Befindet sich das Laufwerk unter /dev/cdrom, /dev/cd0 oder /dev/acd0 so kann die -f Option weggelassen werden:

# cdcontrol [-f /dev/<laufwerk>] <Kommando> 

Um das CD-Laufwerk zu öffnen, kann folgender Befehl gebraucht werden:

# cdcontrol eject

Zeigt die Anzahl Lieder und weitere Informationen der CD an:

# cdcontrol info

Startet das Abspielen der CD. Optional kann auch noch angegeben werden, welches Lied abgespielt werden soll:

# cdcontrol play [<Liednummer>]

Spielt das nächste Lied ab:

# cdcontrol next

Spielt das vorherige Lied ab:

# cdcontrol prev

Pause:

# cdcontrol pause

Nach einer Pause weiterspielen:

# cdcontrol resume

Zeigt das aktuell abgespielte Lied an und welche Lautstärke eingestellt ist:

# cdcontrol status

Beendet das Abspielen:

# cdcontrol stop

Weitere Optionen von cdcontrol findet man in der Manpage cdcontrol(1).

Benutzt man cdcontrol als normaler Benutzer und folgende Fehlermeldung tritt auf, so muss die Berechtigung des CD-Laufwerkes angepasst werden:

# cdcontrol play
cdcontrol: /dev/acd0: Permission denied

Dies kann zum Beispiel durch einen Eintrag in der /etc/devfs.rules gemacht werden. Folgender Eintrag den bestehenden Regeln anfügen, wobei das Laufwerk (hier acd0) und die Benutzergruppe (hier users) individuell angepasst werden muss:

add path 'acd0' mode 0660 group users
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Neue Make-Targets säubern das System nach einem Update

Auf RELENG_6, aus dem voraussichtlich in den nächsten Tagen auch der Zweig für 6.1 abgespaltet wird, befinden sich seit dem 7. Januar drei neue Make-Targets in src/Makefile die aus CURRENT eingeflossen sind:

# check-old           Gibt eine Liste mit veralteten Dateien und Verzeichnissen des Basissystemes zurück
# delete-old Löscht veraltete Dateien und Verzeichnisse interaktiv
# delete-old-libs Löscht veraltete Bibliotheken interaktiv

Nach /usr/src/Makefile sieht ein Update des Kernels und des Basissystemes auf CURRENT bzw. RELENG_6 und für das kommende 6.1-RELEASE nun wie folgt aus:

# cd /usr/src
# make buildworld
# make buildkernel KERNCONF=<KERNEL KONFIGURATIONSDATEI>
# make installkernel KERNCONF=<KERNEL KONFIGURATIONSDATEI>
# reboot <- Im Startmenü den single user Modus wählen bzw boot -s eingeben
# mergemaster -p
# make installworld
# make delete-old
# mergemaster
# reboot
# make delete-old-libs

Wichtig ist natürlich, vor jedem Update /usr/src/UPDATING gut durchzulesen!

Ein make delete-old-libs sollte jedoch nur gemacht werden, falls kein Port oder selber installierte Software eine der alten Bibliotheken benötigt, da sonst diese Programme nicht mehr ordnungsgemäss funktionieren.

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OpenBSD Dateiset entfernen

Möchte man auf OpenBSD ein installiertes Dateiset wieder entfernen, so kann folgender Einzeiler verwendet werden:

# tar -tzf <Dateiset> | sed -e 's/^.//' | xargs rm -d

Da die Informationen, welche Dateien entfernt werden sollen, aus den Dateisets ausgelesen werden, müssen diese verfügbar sein. Möchte man zum Beispiel auf OpenBSD 3.8 die Spiele wieder entfernen und das game38.tgz Dateiset befindet sich im aktuellen Verzeichnis, so macht man dies wie folgt:

# tar -tzf game38.tgz | sed -e 's/^.//' | xargs rm -d
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Konsolen verwalten mit GNU Screen

Mit GNU Screen lassen sich mehrere Terminals parallel verwalten. So lassen sich zum Beispiel mit nur einer SSH Verbindung zu einem entfernten Rechner mehrere Konsolen öffnen, in diesen diverse Programme starten und einfach zwischen den Konsolen hin und herschalten. Ein weiterer sehr grosser Vorteil ist, wenn die SSH-Verbindung unterbrochen wird, so sind die verschiednene gestarteten Konsolen nicht verloren, sondern laufen in Screen weiter, so dass man die Arbeit zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen kann.

GNU Screen befindet sich in den Ports auf FreeBSD unter sysutils/screen auf OpenBSD unter misc/screen.

Screen wird auf der Kommandozeile gestartet:

# screen

Danach kann Screen mit verschiedenen Tastenkombinationen bedient werden:

Ctrl + a ? Zeigt alle Tastenkombinationen an
Ctrl + a c Erzeugt eine weitere Konsole in Screen
Ctrl + a n Wechselt zur nächsten Konsole
Ctrl + a p Wechselt zur vorherigen Konsole
Crtl + a A Editiert den Namen der aktuellen Konsole
Ctrl + a w Zeigt an, auf welcher Nummer sich welche Konsole befindet
Ctrl + a 0...9 Wechselt zur Konsole mit der jeweiligen Nummer
Ctrl + a N Zeigt die Nummer der aktuellen Konsole an
Ctrl + a S Splittet das aktuelle Fenster
Ctrl + a Ctrl + i Wechselt zwischen den gesplitteten Fenstern
Ctrl + a \ Beendet Screen und alle Konsolen werden auch beendet
Ctrl + a d Trennt Screen. Arbeit kann zu einem späteren Zeitpunkt an der gleichen Stelle wieder aufgenommen werden

Wurde eine Session mit Ctrl + a d geschlossen, kann man diese zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen. Um herauszufinden, ob noch Sessions laufen, kann man folgende Option benutzen:

# screen -list

Um eine gestartete Screen-Session fortzusetzen, benutzt man die -r Option:

# screen -r

Möchten mehrere Benutzer an der gleichen Session arbeiten, so kann zusätzlich die -x Option verwendet werden, die es erlaubt, dass mehrere Benutzer die gleiche Session verwenden:

# screen -xr

Man kann der Screen-Session auch einen Namen geben, so dass man mehrere Sessions gestartet haben kann und diese dan n einfach identifizieren kann

# screen -S <Sessionname>

Hat man diese Session wieder mit Ctrl + a d geschlossen, so kann man diese zu einem späteren Zeitpunkt wiefolgt wieder aufnehmen:

# screen -r <Sessionname>

Eine ausführliche Beschreibung aller Optionen und Tastenkombinationen findet man in der Manpage screen(1).

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Einen schnellen CVSup-Server finden mit fastest_cvsup

Um das Aktualisieren, von z.B. des Portbaums, mit CVSup oder csup zu beschleunigen, kann man mit fastest_cvsup(7) zuerst den schnellsten CVSup-Server herausfinden. fastest_cvsup findet man im FreeBSD Portbaum unter sysutils/fastest_cvsup.

Um zum Beispiel den schnellsten der schweizer- und deutschen CVSup-Server zu finden, benutzt man fastest_cvsup wie folgt:

# fastest_cvsup -c ch,de
>> Querying servers in countries: de ch
--> Connecting to cvsup.de.freebsd.org [212.19.57.134]...
- server replied: OK 17 0 SNAP_16_1h CVSup server ready
- time taken: 25.36 ms
--> Connecting to cvsup.ch.freebsd.org [217.8.192.70]...
- server replied: OK 17 0 SNAP_16_1h CVSup server ready
- time taken: 24.36 ms
--> Connecting to cvsup2.de.freebsd.org [213.238.33.226]...
- server replied: OK 17 0 SNAP_16_1h CVSup server ready
- time taken: 26.15 ms
--> Connecting to cvsup3.de.freebsd.org [131.159.72.30]...
- server replied: OK 17 0 SNAP_16_1h CVSup server ready
- time taken: 36.55 ms
--> Connecting to cvsup4.de.freebsd.org [212.19.57.134]...
- server replied: OK 17 0 SNAP_16_1h CVSup server ready
- time taken: 25.15 ms
--> Connecting to cvsup5.de.freebsd.org [195.30.6.180]...
- server replied: OK 17 0 SNAP_16_1h CVSup server ready
- time taken: 32.89 ms
--> Connecting to cvsup6.de.freebsd.org [62.206.253.13]...
- server replied: OK 17 0 SNAP_16_1h CVSup server ready
- time taken: 41.53 ms
--> Connecting to cvsup7.de.freebsd.org [194.162.162.209]...
- server replied: OK 17 0 SNAP_16_1g CVSup server ready
- time taken: 27.28 ms
--> Connecting to cvsup8.de.freebsd.org [212.118.165.142]...
- server replied: OK 17 0 SNAP_16_1h CVSup server ready
- time taken: 30.45 ms

>> Speed Daemons:
- 1st: cvsup.ch.freebsd.org 24.36 ms
- 2st: cvsup4.de.freebsd.org 25.15 ms
- 3st: cvsup.de.freebsd.org 25.36 ms

Damit beim Ausführen von CVSup jedesmal der schnellste CVSup-Server gesucht wird, kann man zum Beispiel folgendes Hilfsskript verwenden:

#!/bin/sh
if SERVER=`fastest_cvsup -Q -c ch,de`; then
cvsup -g -L 2 -h $SERVER <Pfad zum supfile>
fi

Für csup verwendet man dies hier:

#!/bin/sh
if SERVER=`fastest_cvsup -Q -c ch,de`; then
csup -L 2 -h $SERVER <Pfad zum supfile>
fi

Mehr Informationen zu fastes_cvsup findet man auf http://fastest-cvsup.sourceforge.net/. Alle Optionen von fastest_cvsup kriegt man mit fastest_cvsup -h.

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iPod mit FreeBSD benutzen

Um meinen 20GB iPod der 3ten Generation mittels USB unter FreeBSD zu benutzen, müssen zuerst die Device-Berechtigungen angepasst werden. Dazu muss folgender Eintrag in die /etc/devfs.rules gemacht werden, wobei beim group Eintrag, die Gruppe der Benutzer eingetragen werden muss. Bei mir ist dies users:

[ipod=5]
add path 'da*s*' mode 0660 group users
add path 'xpt0' mode 0660 group users
add path 'pass0' mode 0660 group users

Damit die Device-Berechtigungen während des Betriebes angepasst werden, muss devfs in der /etc/rc.conf aktiviert werden:

devfs_enable="YES"
devfs_rulesets="/etc/devfs.rules"
devfs_system_ruleset="ipod"

Damit Benutzer den iPod mounten können, muss die usermount Variable in der /etc/sysctl.conf gesetzt werden:

vfs.usermount=1

Danach das Verzeichnis erstellen, wo der iPod später ins System gemountet werden soll, und die Berechtigungen setzen, wobei beat:users durch den Benutzernamen und die Gruppe des lokalen Benutzers zu ersetzen ist:

# mkdir /mnt/ipod
# chown beat:users /mnt/ipod

Um das Mounten zu vereinfachen, kann noch ein Eintrag für den iPod in der /etc/fstab gemacht werden:

/dev/da0s2              /mnt/ipod       msdos   rw,noauto       0       0

Jetzt kann der Rechner neu gestartet oder die Änderungen von Hand aktiviert werden:

# sysctl vfs.usermount=1
# /etc/rc.d/devfs start

Nun kann der iPod einfach als Benutzer gemountet werden:

# mount /mnt/ipod

Um den iPod zu verwalten, benutze ich gnupod. gnupod befindet sich unter audio/gnupod in den FreeBSD Ports. gnupod ist eine Sammlung von Perl-Skripten, um den iPod auf der Kommandozeile zu bedienen.

Danach muss der iPod initialisiert werden. Die vorhandenen Lieder und die Datenbank werden dabei übernommen und gehen nicht verloren. Dies muss nur vor dem ersten Gebrauch von gnupod gemacht werden:

# gnupod_INIT.pl -m /mnt/ipod

Um Lieder auf den iPod zu laden, kann man das gnupod_addsong.pl Skript verwenden. Dabei können auch Wildcards verwendet werden, um mehrere Lieder auf einmal auf den iPod zu laden.

# gnupod_addsong.pl -m /mnt/ipod/ <Pfad zu den Liedern>

Sind alle Lieder auf den iPod geladen, muss noch die Datenbank des iPods aktualisiert werden.

# mktunes.pl -m /mnt/ipod/

Danach kann der iPod geunmouted (gibts dieses Wort?) werden:

# umount /mnt/ipod/

Auf dem iPod Display steht aber weiterhin: Bitte nicht trennen

Um den iPod aus dem System zu entfernen, muss zuerst mit camcontrol devlist herausgefunden werden, wo der iPod im System eingebunden ist.

# camcontrol devlist
<Apple iPod 1.50> at scbus0 target 0 lun 0 (da0,pass0)

Damit camcontrol eject funktioniert, muss im Kernel das pass device vorhanden sein. Dies ist im GENERIC-Kernel schon der Fall. Hat man einen selbst erstellten Kernel, sollte folgender Eintrag in der Kernel-Konfigurationsdatei vorhanden sein, aus der man den Kernel erzeugt hat:

device          pass            # Passthrough device (direct SCSI access)

Danach kann der iPod aus dem System entfernt werden. Die Device ID muss nicht auf jedem System 0:0:0 sein. Um die Device ID herauszufinden, musste vorher ein camcontrol devlist gemacht werden. In diesem Beispiel wird scbus0 target 0 lun 0 zu 0:0:0

# camcontrol eject 0:0:0

Auf dem iPod steht nun "iPod kann getrennt werden" und das USB-Kabel kann nun abgezogen werden.

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DOS Zeileunumbrüche CR/LF in Unix LF umwandeln

Besitzt man Textdateien, die DOS-Zeilenumbrüche enthalten, so kann man diese mit dos2unix in Unix-Zeilenumbrüche umwandeln.
Um DOS- in Unix-Zeilenumbrüche umzuwandeln benutzt man dos2unix:

# dos2unix <Textdatei>

Falls man Unix- in DOS-Zeilenumbrüche umwandel will, benutzt man unix2dos:

# unix2dos <Textdatei>

Beide findet man in den FreeBSD Ports unter converters/unix2dos.

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bsdtalk

Auf http://bsdtalk.blogspot.com/ findet man Interviews über BSD, zum Beispiel mit Kirk McKusick, Scott Long oder Dru Lavigne, als MP3s zum Herunterladen. Wirklich empfehlenswert!
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Portbaum einfach durchsuchen mit portsearch

Möchte man den Portbaum durchsuchen, so kann man einfach portsearch zur Hilfe nehmen.

# cd /usr/ports/sysutils/portsearch/ && make install clean

Nach was man den Portbaum mit portsearch alles durchsuchen kann, zeigt ein Aufruf von Portsearch ohne Parameter:

# portsearch 
Usage:

update/create database:
portsearch -u [-H portshome] [-vvv]

search for ports (based on extended regular expressions, case sensitive):
-n name by name (name= can be used)
-k key by name, comment or dependencies (key= can be used)
-p path by path on the filesystem
-i info by info (comment)
-m maint by maintainer
-c cat by category
-F fdep by fetch dependencies
-E edep by extract dependencies
-P pdep by patch dependencies
-B bdep by build dependencies
-R rdep by run dependencies
-D dep by build or run dependencies
-w www by www site
-f file that install file
-I ignore case
-o fields output fields, default: name,path,info,maint,bdep,rdep,www

-V print version information

Bevor man portsearch das erste Mal benutzt, muss eine Datenbank für portsearch erstellt werden. Dies kann eine Weile dauern:

# portsearch -u

Ist die Datenbank erstellt, so kann man portsearch benutzen. Möchte man nun z.B. herausfinden in welchem Port sich portversion(1) befindet, so kann portsearch mit der -f Option genutzt werden:

# portsearch -f portversion
Port: portupgrade-2.0.1_1,1
Path: /usr/ports/sysutils/portupgrade
Info: FreeBSD ports/packages administration and management tool suite
Maint: koma2@lovepeers.org
B-deps: ruby-1.8.4_4,1
R-deps: perl-5.8.7_2 ruby-1.8.4_4,1 ruby18-bdb1-0.2.2
WWW:
Files: man/man1/portversion.1.gz, sbin/portversion

1 ports, 2 files

So kann der Portbaum effektiv durchsucht und genutzt werden.

UPDATE 05.02.2007:

portsearch wurde von sysutils in die neue Kategorie ports-mgmt verschoben. portsearch kann nun wie folgt installiert werden:

# cd /usr/ports/ports-mgmt/portsearch && make install clean
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Hosts erlauben den X Server zu benutzen

Ist man als ein bestimmter Benutzer in X eingeloggt und möchte als ein anderer Benutzer (z.B. root) eine X Applikation öffnen, so schlägt dies meistens mit folgender Fehlermeldung fehl:

# xterm
Xlib: connection to ":0.0" refused by server
Xlib: No protocol specified

xterm Xt error: Can't open display: :0.0

Mit dem Befehl xhost(1) können nun Verbindungen auf den X Server zugelassen werden.

# xhost
access control enabled, only authorized clients can connect

Im Moment können keine anderen Rechner oder Benutzer auf den X Server zugreifen. Wollen wir nun allen lokalen Benutzern erlauben auf den X Server zuzugreifen, so kann dies folgendermassen gemacht werden:

# xhost localhost
localhost being added to access control list
# xhost
access control enabled, only authorized clients can connect
INET:localhost
INET6:localhost

Dies erlaubt allen lokalen Benutzern den X Server zu benutzen und ist deshalb für die meisten Mehrbenutzersysteme nicht geeignet. Will man nur ausgewählten Benutzern die Erlaubnis erteilen, sollte man lieber xauth verwenden: http://www.theparallax.org/dcoul/user2root/xhost.shtml

Möchte man nun die Berechtigung der lokalen Benutzer wieder rückgängig machen, so kann dies mit einem Minus vor dem Host gemacht werden:

# xhost -localhost

So können auch entfernte Rechner authorisiert werden, auf dem Rechner den X Server zu benutzen, indem man diese mittels der IP Adresse freigibt. Aber auch hier ist zu beachten, dass dann alle Benutzer dieses Rechners den X Server benutzen können.

# xhost <IP-Adresse>

Möchte man aus irgend einem Grund die Zugangskontrolle für den X Server abschalten, so kann man dies so machen:

# xhost +
access control disabled, clients can connect from any host

Um die Zugangkontrolle wieder zu aktivieren, einfach folgenden Befehl benutzen:

# xhost -
access control enabled, only authorized clients can connect
 Permalink
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